Bei dem DisplayPort-Anschluss handelt es sich um einen universellen sowie lizenzfreien Verbindungsstandard, der für die Übertragung von Bild- und Tonsignalen genutzt werden kann.

Die Verbindung wird in der Praxis vor allem für den Anschluss von Anzeigegeräten wie Monitoren, Projektoren und Anschluss von TV-Geräten verwendet. Doch wie funktioniert eigentlich die Technik hinter der Schnittstelle und was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

Was kann DisplayPort-Anschluss?

  • Eingeführt 2006
  • Aktuelle Version 1.4 (Stand September 2017)
  • maximale Auflösung 5K (5120×2880) bei 60 fps
  • 7.680 × 4.320 Pixel (Bei verlustbehafteter Video-Kompression) möglich
  • mini DisplayPort-Stecker vorhanden (Apple Thunderbolt)
  • beide übertragen Video und Audio
  • Anwendungsbereich: Computer, Notebook, MacBook, Monitore
  • Zusatzkanal für USB-Ansteuerung vorhanden
  • DisplayPort zu HDMI über Adapter kompatibel

Welche Versionen gibt es von DisplayPort?

Version 1.1

  • Die erste Spezifikation wurde am 1. Mai 2006 der Öffentlichkeit präsentiert.
  • Die Version 1.1 unterstützt mit HDCP 1.3 verschlüsselte Übertragungen, während sie weiterhin mit den konkurrierenden Formaten DVI und HDMI kompatibel ist.

Version 1.2

  • Mit der Version 1.2 erschien am 22. Dezember 2010 eine Weiterentwicklung des DisplayPorts
  • welche unter anderem den Multi Stream Transport (MST), die Farbräume scRGB, Adobe RGB 1998, xvYCC sowie die Übertragung von stereoskopischen Bildern (3D) unterstützt

Version 1.3

  • Die Vesion 1.3 feierte sein Debüt in der Öffentlichkeit am 15. September 2014 und zeichnet sich in erster Linie durch eine gesteigerte Datenübertragungsrate aus
  • So ist die maximale Datenrate in der Version 1.3 mit 810 MBytes/s rund 50 Prozent höher als beim DisplayPort 1.2
  • Auf diese Weise wird eine 5K Auflösung (5120×2880 Pixel) mit 8 bit Farbtiefe und einer Bildwiederholfrequenz von 60 fps ermöglicht

Version 1.4

  • Die neueste Version ist der DisplayPort 1.4, welcher seit dem 1. März 2016 verfügbar ist
  • Die Übertragungsrate ist beim DisplayPort 1.4 zwar mit der des Vorgängers identisch
  • jedoch liegt bei der Version 1.4 eine Unterstützung für Display Stream Compression 1.2, HDR10, Rec 2020, Vorwärtsfehlerkorrektur sowie eine Erweiterung der Audiokanäle vor.

Wie hoch ist die Auflösung von DisplayPort?

  • Version 1.1: 2048 × 1280
  • Version 1.2: 3840 × 2400
  • Version 1.3: 5120 × 2880
  • Version 1.4: 5120 × 2880 (max. 7680 × 4320 bei verlustbehafteter Kompression)

Wo wird DisplayPort verwendet?

Üblicherweise wird der DisplayPort verwendet, um Anzeigegeräte an Medien wie unter anderem Computer, Notebooks oder Blu-ray- bzw. DVD-Player anzuschließen.

Hierbei ist hervorzuheben, dass insbesondere Produkte des Herstellers Apple den DisplayPort als standardmäßige Schnittstelle nutzen.

Häufig ist der DisplayPort dabei die einzige Möglichkeit, um externe Anzeigen an Apple-Geräte anzuschließen.

Welche Stecker gibt es von DisplayPort?

  • Standard DisplayPort
  • mini DisplayPort
DisplayPort-Stecker-1
©fotolia – barbulat

Im Jahr 2008 hat Apple eine kleinere Version des Standards auf dem Markt gebracht, der vor allem in mobilen Geräten verbaut wird. Ziel der Einführung der Mini-Variante war es, die allgemeine Verbreitung zu fördern.

Rund 3 Jahre später wurde mit Thunderbold eine weitere kompakte Schnittstelle veröffentlicht, die mit der Mini-Version vollständig kompatibel ist. Hier finden Sie, wie Sie MacBook Air an den Fernseher anschließen.

Was sind die Unterschiede zwischen DisplayPort und DVI?

Der wohl größte Unterschied zu DVI ist die die Tatsache, dass über eine DisplayPort-Schnittstelle sowohl Video- als auch Audiosignale übertragen werden können.

Ein weiterer Vorteil ist, dass eine sogenannte „chip-to-chip“ -Kommunikation ermöglicht wird. Auf diese Weise können die Displaypanels von Anzeigegeräten direkt angesteuert werden, ohne dass eine Skalierungs- oder Kontrollschaltung nötig ist.

Im Gegensatz zum DVI-Standard werden Formate unterstützt, welche mit RGB bzw. YCbCr kodiert sind.

Hinzu kommt, dass der integrierte Zusatzkanal für viele unterschiedliche Zwecke wie unter anderem USB-Verbindungen oder die Ansteuerung von Touchdisplays verwendet werden kann.

Dank des eingebetteten Taktsignals werden weiterhin weniger Leitungen als beim DVI-Standard benötigt, was die Anzahl der allgemeinen Funkstörungen (kurz RSI) drastisch reduziert.

Auch die Stecker sind wesentlich handlicher und verfügen über eine optionale Verriegelung, die komplett ohne Verschraubung auskommt.

Wie funktioniert DisplayPort?

Die Stecker der Schnittstelle DisplayPort ähneln zwar optisch den HDMI-Steckern, allerdings weisen sie dennoch signifikante Unterschiede auf.

Ein wesentliches Merkmal der DisplayPort-Stecker ist das Vorhandensein einer mechanischen Verriegelung, mit deren Hilfe sich die Verbindung am Anschluss fixieren lässt.

Weiterhin sind die Stecker nur an einer der beiden Seiten angewinkelt, wodurch sie sich leicht von HDMI-Anschlüssen unterscheiden lassen.

Insgesamt verfügt der DisplayPort über 20 Pins, wobei die Hauptverbindung durch vier Lanes hergestellt wird.

Die vier integrierten Lanes (Lane 0 bis Lane 1) sind in der Lage große Bandbreiten bei niedriger Latenz zu übertragen.

Der Datenfluss findet dabei immer nur in eine Richtung statt. Auf diese Weise ist es möglich, sowohl Audio- als auch Videodaten simultan über ein und dasselbe Kabel zu übertragen.

Die Übertragung von Bild- und Audiosignalen ist jeweils optional, sodass beide Datentypen unabhängig voneinander übermittelt werden können.

Die maximale Auflösung ist beim DisplayPort maßgeblich von der Version des Standards abhängig.

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